Hoehlenrettung-Hessen-Rheinland-Pfalz.de
Höhlenunfälle vermeiden und richtig handeln, wenn es doch passiert!

Voraussetzungen für Kameradenhilfe

In Anbetracht der Tatsache, dass in einer Höhle je nach Weite und Tiefe der Befahrung eine Rettung von aussen unter Umständen erst nach Stunden möglich ist, umfasst die Kameradenhilfe weit mehr, als nur einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen: Sie ist der entscheidende Part in der gesammten Rettungskette!

Und: Es reicht nicht, wenn nur einer in der Gruppe Kameradenhilfe kann - genau ihn kann es schließlich treffen!

So darf eine Höhle nie allein befahren werden! Die Gruppe sollte mindestens drei Teilnehmer haben, dann kann einer notfalls beim Verletzten bleiben und einer Hilfe holen.

Jeder Befahrungsteilnehmer muss daher

Jeder Befahrungsteilnehmer sollte also mindestens alle drei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs oder eine gleich-/höherwertige Ausbildung innerhalb dieses Zeitraums besuchen. *)

Außerdem ist es notwendig, das jeder Befahrungsteilnehmer ein für die Verhältnisse in einer Höhle angepasstes Erste-Hilfe-Set, idealerweise die empfohlene Notfalltonne, mitzuführt.

Im Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V. werden regelmäßig Schulungen in den Befahrungstechniken und in der Kameradenhilfe angeboten. Es ist für alle aktiven Höhlenforscher dringend empfehlenswert, diese Schulungen für das eigene Training zu nutzen!



*) gemäß der Richtlinie zur Standardisierung für Höhlenretter des Höhlenrettungsverbund Deutschland (HRVD) vom Oktober 2004.

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